38. Leipziger Triathlon

Triathlon! Was war das noch gleich? Irgendwas mit Planschen, Rumgurken und Latschen?

Mein letzter Dreikampf ist locker schon 10 Monate her. Mit sagenhaften 13 Trainingsstunden im Monat Juni ging es also ab nach Leipzig, um zumindest vier Wochen vor dem Ironman Vichy zu schauen, ob das mit dem neuen Material etc. gut klappt. Nach viel zu vielen Baustellen bei der Hinfahrt und einer kleinen Mitfahrerin, die mal so gar nicht auf Autofahrten steht, waren wir sagenhafte 80 Minuten vor dem Wettkampfstart vor Ort.

Schnell das ganze Geraffel aus dem Auto in die Wechselzone bugsiert und den kleinen Zeh in den schönen klaren Kulkwitzer See gehalten. Was mir heute eigentlich bevorsteht? Ein Glück nur eine Sprintdistanz mit 590m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen.

In diesem Jahr sollte in mehreren Wellen gestartet werden, um das Feld ordentlich zu entzerren. Da ich mich erst so spät angemeldet habe, wäre ich in Welle 40 dran, pro Minute eine Welle, hieße also beim Start des Wettkampfes noch ordentlich Zeit zum Aufwärmen. Tja falsch gedacht. Kurzerhand hat der Veranstalter den Plan über den Haufen geworfen, es wurde zwar in mehreren Wellen gestartet, man konnte sich aber selbstständig irgendwo einordnen. Bis ich es dann an die Startlinie geschafft hatte waren leider schon locker 6-7 Wellen unterwegs.

Zumindest sollte man so eine recht gute Orientierung beim Schwimmen haben, da man ständig Athleten einholt. In diesem Sinne einen freundlichen Gruß an den Schwimmer im grünen Triathlonanzug, der mir so tollen Wasserschatten gegeben hat und uns einen extra Bogen hat schwimmen lassen. Mit einer Schwimmzeit von 9:01 Minuten gewinnt man vielleicht keinen Blumentopf, für meinen Geschmack war aber die recht feuchte Disziplin doch zügig genug vorbei.

Und ab geht’s aufs Radl. Es sollte das erste Mal sein, dass mein neues Specialized Shiv Wettkampfluft schnuppern darf. Zwar leider noch mit Trainingslaufrädern bestückt, ansonsten aber echt ein richtiges Geschoss. Leider hat dann doch mein technisches Unvermögen, die Schaltung vernünftig einzustellen, etwas den Spaß getrübt, da ich ständig die ganz dicke Mühle treten musste. Ich möchte hier auch gleich die Gelegenheit nutzen mich bei allen anderen Athleten für mein ständiges „rechts rüber mit euch“-Gerufe entschuldigen. Nur weil man ein geiles Rad fährt, muss man nicht ständig auf der Überholspur bleiben. 😉

Oder doch? Wer nun gerne wissen möchte wie lange ich für den Radsplit gebraucht habe darf gerne selber rechnen. 20km Streckenlänge mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 43,4km/h. Viel Spaß beim Rechnen.

Hier noch ein kleiner Insidertipp für alle Wissbegierigen. Schaut euch bitte vorher die Streckenführung an, damit ihr nicht so wie ich schon zwei Kilometer vor dem Wechsel aus den Schuhen geht! 😅

Es bleiben also nur noch 5 Laufkilometer übrig. Man sind die Jungs heute alle an mir vorbeigezischt. Irgendwie wollte heute die Luft nicht so richtig in meine Lungen fließen und die selbst verschuldete Atemnot hat mein Lauftempo gehörig gedrosselt. Nach vier Kilometern bin ich so langsam wieder in meinen Laufrhythmus gekommen, da war der Spaß aber schon fast vorbei.

Die Uhr blieb am Ende bei 61:13 Minuten stehen. Das ich damit sogar unter die TopTen kommen würde und es sogar für die Holzmedaille auf Gesamtplatz 4 reichen würde, hätte ich echt nicht gedacht. Der Sieg in der Altersklasse ist nebenbei auch noch rausgesprungen.

Jetzt wird erstmal wieder fleißig regeneriert, meine Spezialdisziplin, bis es in einer Woche beim Frankfurt City Triathlon über die Mitteldistanz an die Startlinie geht.

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