Frankfurt City Triathlon

Ein letzter Formcheck. Noch drei Wochen bis zum Ironman Vichy. Den Startplatz für die Mitteldistanz beim Frankfurt City Triathlon habe ich tatsächlich erst vor zwei Wochen über eine Startplatzbörse erstanden. Damit ich aber irgendwie halbwegs meine zur zeitige Form abchecken kann, musste eben noch eine Mitteldistanz her.

Die Mitteldistanz in Frankfurt ist mit 2 Schwimmkilometern, 80 Radkilometern und 20 Laufkilometern etwas kürzer als die klassische Ironman 70.3 Distanz. Trotzdem sollte es reichen, um meine Form zu prüfen.

Wer mit dem Gedanken spielt auch beim Frankfurt City Triathlon zu starten, dem sollte gesagt sein, dass man sich vorher mit den logistischen Besonderheiten vorher auseinandersetzen sollte. Das Ziel und der Start liegen gut 15 Kilometer auseinander. Da es aufgrund Corona keine Shuttlebus gab, musste man also entweder morgens im Dunkeln selber mit dem Rad hinfahren, vom nächstgelegenen Bahnhof 3-4 Kilometer durch den Wald laufen, oder sich von einem Chauffeur rausschmeißen lassen. Hierbei einen großen Dank an Sebastian, der mich spontan mitgenommen hat und Glückwunsch zum Finish der ersten Mitteldistanz.

Es folgt das übliche Prozedere. 4 Uhr aufstehen, duschen, sich ein paar Honigbrote in den Mund schieben und ab zum Start am Langener Waldsee. Hier nochmal das Fahrrad checken, die Flaschen ans Rad stecken, sich in den viel zu engen Neoprenanzug quetschen, oh fast hätte ich den obligatorischen Dixiklobesuch vergessen und warten, dass der Startschuss ertönt. In der Ausschreibung stand, dass die ersten 100 Starter als Massenstart ins Wasser dürfen und es danach als Rolling Start weitergeht. Leider durften nicht einfach 100 Athleten starten, sondern nur die mit Startnummer 1-99. Keine Ahnung wie der Veranstalter das ausgelost hat, ich war jedenfalls mit meiner Startnummer 830 nicht dabei und musste mich bei dem Rollingstart einreihen.

Der erste Pulk startet also pünktlich um 6:30 Uhr und alle anderen stehen am Strand und warten. Bis ich endlich ins Wasser kann sind 2-3 Minuten vergangen. Wie erwartet finden sich keine schnellen, bzw. ausreichend langsamen, Schwimmerbeine an die ich mich hängen kann und auch die Möglichkeit mit ein paar guten Radfahrern aus dem Wasser zu kommen scheidet dahin. Die Erkältung mit Halsschmerzen und Schnupfen, die ich mir zwei Tage vor dem Wettkampf eingefangen hatte machten das Schwimmen nicht gerade angenehmer. Ein kleines Trostpflaster war wohl nur die Erlaubnis im Neo schwimmen zu dürfen. Als 76. kam ich nach 33:46min. aus dem Wasser. Da ist definitiv noch seeeeehr viel Luft nach oben.

Ab geht’s durch eine ewig lange Wechselzone und rauf auf den Drahtesel. Irgendwie ist das schon ein geiles Gefühl, wenn man teilweise wie mutterseelenallein über eine Bundesstraße heizt. Zunächst geht es Richtung Frankfurt City, wo vier Runden entlang des Mains folgen. Bis auf zwei Brückenüberquerungen war alles topfeben. Eine klassische Drückerstrecke also. Eigentlich ja gar nicht so richtig was für mich mit meinen 63kg, trotzdem wollte mich heute aber niemand auf dem Rad überholen. Auch auf der vierten Runde konnte ich noch, dank der breiten Straßen, recht gut meinen Stiefel runterfahren und trotz der mittlerweile vollen Strecke immer gut überholen. Mit einer NP von 226W und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 41,7km/h ging es in Wechselzone 2.

Ursprünglich hatte ich ja geplant den Laufpart relativ entspannt anzugehen, um meine Beine in der Ironmanvorbereitung nicht vollends zu zerstören. Tja, und dann kam Julia. Julia ist auch im Team Wohlleben, ist in richtiger Topform und wollte noch ein paar Plätze gut machen. Kurzerhand wurde ich also als Zugpferd eingespannt. Das ging auch bis Kilometer 6 ganz gut, bis zwei Kilometer in 3:37 min/km Pace kamen und ich etwas hochgegangen bin und Julia hab ziehen lassen müssen. Glückwunsch an Julia zum Finish in den Top5. Mein Tempo hat sich dann so langsam wieder bei 4:00min/km eingependelt, womit ich mich bedeutend wohler gefühlt habe. Durch den verwinkelten 5-Kilometer-Kurs, der vier mal zu durchlaufen war, konnte ich meine persönliche Anfeuerungscrew ziemlich oft sehen, die wohl mit für meine Laufzeit von 1:18:14h für die 20km verantwortlich sind.

So und jetzt Butter bei die Fische. Die Zielzeit liegt bei 3:49:23h für 102km Dreikampf. Bei dem starken Starterfeld mit einigen Profiathleten reihe ich mich mit Platz 23 immerhin noch in den Top25 von insgesamt 544 Finishern ein. Altersklassenplatzierung 8 ist auch zufriedenstellend. Jetzt geht die Reise erstmal weiter zum Ironman Vichy und dann schauen wir mal, was die Saison noch so bereithält. 🥳

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